AuftragsGedichte

 

Die Schwester hat ein Kind geboren,

die Freundin ewige Liebe geschworen,

der Vater wird 60 Jahre alt,

die Großeltern feiern Hochzeitstag bald…

 

Sie haben schon alles für ein gutes Leben?

Du möchtest ihnen mehr auf den Weg mitgeben?

Du willst ihnen keinen Firlefanz schenken,

sondern sie mit etwas Besonderem bedenken?

 

Etwas, das die Herzen aller rührt,

das alle für einen Moment aus dem Alltag entführt?

Etwas, das ihnen die Tränen in die Augen treibt

und ihnen ewig in Erinnerung bleibt?

 

Wie wäre es da mit einem Gedicht?

– die Zeit oder das Geschick hast Du nicht?

Dann schreibe mir doch ein paar kurze Zeilen,

ich werde mich mit der Antwort beeilen.

 

Gemeinsam besprechen wir Inhalt und Form,

sowie, ob es gewagt sein soll oder eher konform;

ob lustig, rührselig oder scharf formuliert,

ob zurückhaltend, schlicht oder raffiniert.

 

Ich freu mich aufs Erfahren fremder Geschichten

– sowie unbändig aufs Dichten.


Schon als Kind war es mir ein Rätsel, warum meine Freundinnen ständig ihr Zimmer aufräumen mussten und darum oft keine Zeit zum Spielen hatten.

Was für eine grauenvolle Zeitverschwendung!

 

Mein Zimmer war stets ordentlich. Und so hatte ich viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens.

 

So zum Beispiel fürs Gedichte schreiben. Auch das mache ich seit meiner Kindheit. Wobei ich es etwas hochtrabend finde, vom Dichten zu sprechen. Ich würde eher sagen, ich reime gerne. Dadurch, dass man beim Reimen nur eine begrenzte Möglichkeit hat, sich auszudrücken, zwinge ich mich so dazu, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und meine Gedanken zu sortieren. Ich habe mal eine Postkarte mit dem Spruch „Musik bringt Ordnung in das Geräusch der Welt“ (Zitat von Ina Seidel?) entdeckt.

Für mich müsste es heißen:

„Gedichte bringen Ordnung in die Gedanken im Kopf“