ÜBER DAS LABEL

Wir tanzen im Viereck…

 

…Da ich eine Schnitttechnik verwende, die es erlaubt, die Stoffe nahezu gänzlich in einer rechteckigen Form zu belassen.

 (manche Modelle tanzen auch – mal mehr und mal weniger - aus der Reihe!)

 

Zudem wähle ich alle Materialien sorgfältig hinsichtlich ihrer Herkunft aus.

 

Auf diese Weise werden ökologische Belastung und Verschnitt minimiert und die Möglichkeiten zur Wiederverwertbarkeit maximiert.

 

Die dadurch entstehenden Lieblingsteile sind schlicht und zeitlos. Sie unterstreichen dezent die Persönlichkeit der Frau und lassen sich hervorragend (untereinander und mit anderen guten Stücken aus der eigenen Garderobe) kombinieren. Durch die Verbindung aus schlichter Eleganz und Bequemlichkeit sind die meisten Teile zu vielen verschiedenen Anlässen tragbar. Entgegen vieler Erwartungen sind meine Kleider, Röcke und Oberteile trotz der besonderen Schnitttechnik nicht kastig, sondern sehr feminin und figurbetont.

 

 

In meinem LadenAtelier entwerfe und fertige ich die ViereckKleidung. Immer mal wieder habe ich dabei nette Helferlein. 

 Meine "viereckigen" Kleidungsstücke gibt es vor allem in BioBaumwollJersey und hochwertigem MerinoStrick.

 

Die besondere Schnitttechnik verlangt auch eine besondere Verarbeitung. Was schlicht ist und einfach klingt, ist in der Umsetzung nicht kompliziert, aber aufwendig.

 

Da ich nichts und niemanden in eine ihm widerstrebende Form zwängen will, achte ich bei der Verarbeitung der Stoffe darauf, was diese an Eigenschaften mitbringen, und versuche, sie zu erhalten. Meine Jersey- und Strickstoffe haben die Eigenart, sich an der Längsseite auf die linke Stoffseite und an der Querseite auf die rechte Stoffseite zu rollen. So weit mir das möglich ist und der Schnitt es hergibt, nutze ich diese Eigenart und lasse den Stoffen ihre Richtung.
 

 Es gibt nur eine Kollektion, die sich langsam, aber beständig, erweitert.
Frau kann immer alle Teile für jede Jahreszeit anprobieren und kaufen.
Alle Modelle biete ich stets in allen verfügbaren Farben an. Ist ein Modell in der gewünschten Größe und Farbe nicht vorrätig, so ist es immer auf Bestellung erhältlich. Auch bei Ärmel- und Rumpflängen darf die Kundin dann mitentscheiden.

 

Desweiteren besteht die Möglichkeit, Stoffe aus dem eigenen Fundus mitzubringen - insbesondere für Jacke Jona und Rock Romy, um so ein individuelles Einzelstück zu erhalten. Ab und an plündere ich auch meinen eigenen reichhaltigen StoffSchatz, der sich über die Jahre angesammelt hat, um ihn in ein rechteckiges Kleidungsstück zu verwandeln.

 

Besonders wichtig ist mir, dass kein Stoff- oder Garnrest mein Atelier verlässt. Trotz perfektioniertem Tetris im Zuschnitt fallen nämlich leider auch bei mir Stoffresten an. Um Müll zu vermeiden und alles zu verwerten, flechte ich aus den seitlich vom Stoff anfallenden Streifen Gürtel, nähe ich aus Fehlkäufen Kissenhüllen und aus aufgetrennten Prototypen Kisseninlays; diese werden schlussendlich gefüllt mit den allerkleinsten Stoff- und Garnresten. Größere Stoffreste (die zum Beispiel übrigbleiben, wenn ein Stoffballen zuende ist) nähe ich zusammen, sodass wieder ein großer PatchworkStoff entsteht. Aus diesem nähe ich dann bunte Einzelstücke.

 


Wie kam's dazu?

Im Viereck tanze ich schon seit Kindestagen.


Ursprünglich, weil ich Kleidung entwerfen, aber die Stoffe nicht einschneiden wollte.

Die Tüchter, die ich zum Spielen bekam, erschienen mir zu kostbar, um sie "einfach so" zu verschwenden.

Also machte ich Kleidung aus dem, was da war: aus Rechtecken!


Dass das auch ökologisch nachhaltig ist und damit mein zweites Interessensgebiet Umweltschutz abdeckt,

fiel mir erst sehr viel später auf.

Dafür musste ich erst den Umweg über das ModedesignStudium an der FH in Trier nehmen, das ich mit dem Ziel begann, das für mich perfekte Design zu finden. Meine Kollektionen wurden immer minimalistischer und gegen Ende des Studiums fiel mir auf, dass ich bei meinen Entwürfen aus Kindertagen angekommen war.

Und so feilte ich das Konzept mit ökologischen Stoffen in meiner Diplomarbeit aus.

Struktur, Ordnung und Minimalismus sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

All diese für mich wichtigen Aspekte vereine ich mit meiner speziellen Art des Modedesigns.


Und wie kam es zu dem ungewöhnlichen Namen?

Auf den WG-Feiern in Trier tanzten meine Mitbewohnerinnen und ich zu Stereo Total

und ich stieß auf das Lied „Wir tanzen im Viereck“.

Somit war das eckige Konzept sozusagen rund und der Name für die Kollektion geboren.

 

 "Wir tanzen im Viereck" ist benannt nach dem gleichnamigen Song von Wolfgang Müller/die tödliche Doris von 1981, gecovert von Stereo Total im Jahre 2001